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Schlaganfall

 

Schlaganfall – Was ist das?
Der Mini-Schlaganfall (TIA)
Welches sind die Warnzeichen eines Schlaganfalles?
Welches sind die Risikofaktoren?
Wie kann man aktiv vorbeugen?

 

Schlaganfall - Was ist das?

Unter »Schlaganfall« (Apoplex) versteht man Durchblutungsstörungen des Gehirns die länger als 24 Stunden andauern. Der dabei entstehende Sauerstoffmangel beeinträchtigt die so stark, dass es zu Lähmungserscheinungen, Sprachproblemen und/oder Sehschwierigkeiten kommen kann. Da jeweils andere Gehirnbereiche von der Blutversorgung getrennt sein können, fallen auch die Beschwerden zumeist unterschiedlich aus. Von großer Bedeutung ist dabei, ob die linke oder die rechte Hirnhälfte betroffen ist, da sich die Lähmungserscheinungen stets auf der gegensätzlichen Körperseite bemerkbar machen: Bei Durchblutungsstörungen in der linken Hirnhälfte kommt es zu Lähmungen auf der rechten Körperseite. Bei Rechtshändern befindet sich das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte, so dass neben den Lähmungserscheinungen auch Probleme des Sprechens und des Sprachverständnisses auftreten können. Frühzeitig erkannt und behandelt, können sich die Beschwerden innerhalb weniger Wochen zurückbilden. Erfolgt die Behandlung des Schlaganfalles zu spät, so sterben zu viele Gehirnzellen auf Grund des Sauerstoffmangels ab und es kommt zu massiven bleibenden Ausfällen.

In Hinsicht auf ihre Ursachen und Auswirkungen unterscheidet man mehrere Formen des Schlaganfalles:

 

Der Mini-Schlaganfall (TIA)

Als »TIA« (transitorische ischämische Attacke) bezeichnet man Durchblutungsstörungen des Gehirns mit weniger als 24 Stunden anhaltenden Beschwerden. Diese können sich durch flüchtige Schwächegefühle oder Gefühlsstörungen in Armen, Beinen oder Gesicht, aber auch durch Sprach- und Sehstörungen bemerkbar machen. TIAs sind schmerzfrei und in der Regel bleiben keine Beschwerden zurück, so dass sie leider häufig unbeachtet bleiben. Aber jeder dritte bis vierte Betroffene muss in den folgenden fünf Jahren mit einem »richtigen« Schlaganfall rechnen. Jeder fünfte TIA-Betroffene stirbt irgendwann an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Deshalb gilt:

Lassen Sie sich nach einer solchen Attacke auf jeden Fall sofort von einem Arzt untersuchen!

 

Welches sind die Warnzeichen eines Schlaganfalles?

Bei den folgenden Symptomen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen:

 

Welches sind die Risikofaktoren?

Für das Auftreten eines Schlaganfalles können verschiedene Faktoren als Ursache in Frage kommen, die in Kombination die Schlaganfallgefährdung erhöhen. Dabei unterscheidet man beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren. Als nicht beeinflussbare Risikofaktoren gelten:

Beeinflussbare Risikofaktoren sind:

 

Wie kann man aktiv vorbeugen?

Wenn Sie die folgenden Hinweise beherzigen, können sie das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden deutlich verringern:

Hören Sie mit dem Rauchen auf
und ihr Schlaganfallrisiko verringert sich um die Hälfte. Nach zehn Jahren Nikotinabstinenz sind ehemalige Raucher nicht stärker gefährdet als Nichtraucher.

Bewegen Sie sich mehr und regelmäßiger
Bewegung verringert das Körpergewicht, senkt den Blutdruck und schützt vor Herzkrankheiten, die bekanntlich das Schlaganfallrisiko erhöhen.

Essen und trinken Sie gesund
Bewusste Ernährung senkt das Körpergewicht, den Blutfettanteil und hilft, den Blutdruck zu normalisieren. Insbesondere sollte das Augenmerk auf zuviel gesättigte Fettsäuren, Kochsalz und Alkohol gerichtet werden. Ernähren Sie sich ausgewogen, ballaststoffreich und fettarm um der Arteriosklerose vorzubeugen. Folgende Lebensmittel können helfen, das Risiko eines Schlaganfalles zu vermindern: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreideprodukte, Meeresfisch, Olivenöl, fettarme Milchprodukte, schwarzer Tee.

Übrigens:
Auch wenn Sie Acetylsalizylsäure (Aspirin, ASS...) als »Blutverdünner« einnehmen, sollten Sie sich nicht in Sicherheit wiegen, sondern für zusätzlichen Schutz durch regelmäßige Bewegung, Gewichtsreduktion oder Nikotinabstinenz sorgen. Es werden lediglich 20-25% des Risikos durch Einnahme von »Blutverdünnungsmitteln« gemindert. 75-80% Restrisiko bleiben bestehen.

Autor: Uwe Kurz

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