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Informationen zum Thema
Mundvorhofplatte

 

Was ist eine Mundvorhofplatte?
Was sind die Ziele der Mundvorhofplattenbehandlung?
Wie wird die Mundvorhofplatte angewendet?

 

Was ist eine Mundvorhofplatte?

Schon 1965 wurde die Mundvorhofplatte (MVP) von Dr. E. Schönherr (Radebeul/Dresden) in der Zahnmedizin als vorbeugende Maßnahme zur wirkungsvollen Vermeidung von Kieferanomalien und Zahnfehlstellungen eingeführt. Sie ist als geeignetes Behandlungsmittel anerkannt. Die Mundvorhofplatte liegt lose vor den Zähnen und wird mit den Lippen gehalten. Durch das stundenweise bewusste Tragen der Platte am Tage kann der Lippenschlussreflex trainiert werden, damit die Mundvorhofplatte auch in der Nacht unbewusst festgehalten wird.

 

Was sind die Ziele der Mundvorhofplattenbehandlung?

Das Hauptziel der Mundvorhofplatten-Behandlung ist die Behebung schädlicher Lutschgewohnheiten und anderer Fehlfunktionen von Lippen oder Zunge. Liegen bereits Zahnfehlstellungen im Milchgebiss vor, kann durch das Tragen der Mundvorhofplatte eine Selbstregulierung sowie die normale Kieferentwicklung eingeleitet oder unterstützt werden. Die Mundvorhofplatte dient als Ersatz für Daumen, Beruhigungssauger, Dauernuckelflasche oder andere Lutschkörper. Freiwillig und ohne Zwang kann mit diesem Hilfsmittel das Lutschen  abgewöhnt werden. Doch nicht nur bei der Beseitigung der Lutschgewohnheiten ist die Mundvorhofplatte angebracht, sondern auch bei

 

Wie wird die Mundvorhofplatte angewendet?

Der Erfolg einer Mundvorhofplatten-Anwendung ist aber erst nach Vollendung des 3. Lebensjahres zu erwarten. Dann ist der freiwillige Austausch gegen einen Sauger oder eine Nuckelflasche möglich. Nach Vollendung des 4. Lebensjahres kann mit der Akzeptanz einer Mundvorhofplatte zur Abgewöhnung von Lutschverhalten gerechnet werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, diese erworbenen Angewohnheiten so früh und so schnell wie möglich abzustellen und das normale Gleichgewicht zwischen Zunge einerseits und Lippen und Wangendruck andererseits wiederherzustellen, die Zungenlage zu trainieren, die Nasenatmung einzustellen und gegebenenfalls Zahnstellungsanomalien zu korrigieren.

Autor: Uwe Kurz

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